Entwicklungsperspektiven für einen Mikrorayon in Aktau/ Kasachstan
Die Stadt Aktau wurde 1963 als sowjetische Planstadt am Ostufer des Kaspischen Meeres gegründet und in den folgenden Jahrzehnten zu einer Musterstadt industrieller Bauweise erweitert, die gegenwärtig etwa 160.000 Einwohner beherbergt. Eine der wesentlichen Ursachen der Entwicklung Aktaus zum administrativen, wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum des Oblastes Mangistau liegt in den hohen Vorkommen der Region an Uran sowie Erdöl und -gas.
Die seit einigen Jahren wachsende wirtschaftliche Relevanz der Stadt, die über den einzigen eisfreien Seehafen Kasachstans verfügt und damit für den Erdölexport immens wichtig ist, soll durch enorme Stadterweiterungsplanungen unterstrichen werden. Es ist Aufgabe des Studienprojektes, die bisherige Stadtentwicklung und die gegenwärtigen Planungen zu analysieren und zu bewerten.
Darüber hinaus wurdel für einen Stadtteil (Mikrorayon) Aktaus ein städtebaulicher Rahmenplan erarbeitet, der auf eine nachhaltige und sozialverträgliche Sanierung und Wohnumfeldverbesserung abzielt. Die im Sommer 2004 durchgeführte Exkursion der Projektgruppe nach Kasachstan diente der Kontaktaufnahme zu örtlichen Entscheidungsträgern und der Bestandserhebung vor Ort. Auf dieser Grundlage aufbauend wird das Studienprojekt bis zum Frühjahr 2005 die Arbeiten bis zu einem Punkt fortsetzen an dem der Aktauer Stadtverwaltung Maßnahmen zum Umgang mit sanierungsbedürftigen Plattenbauten vorgeschlagen werden können.